Dringend: Odina und Mira

Schweren Herzens und nach vielen Tagen des Überlegens mussten mein Partner und ich uns eingestehen, dass wir unsere beiden Katzen, Mira und Odina, in andere gute Hände abgeben müssen.

Zu mir: ich bin Franzi, 29 Jahre, wohne in Steinfurt und werde in ca. einer Woche Mama.

zu Mira (geb. Juli 2011), EKH, schwarz:

Meine kleine Omi ist an sich noch ganz fit. Spielt und tobt gerne, genießt die Sonne auf dem Balkon und ist verschmust. Leider hat sie, seit ich schwanger bin, viel Stress und kommt nicht wirklich zur Ruhe. Sie leckt sich vermehrt an Bauch und Beinen, weshalb dieser Bereich recht kahl geworden ist. Mira ist recht stressanfällig, hatte öfters schon solche Phasen. Die Beruhigungsstecker funktionieren bei ihr eher nicht. Bisher haben wir das immer wieder  relativ schnell hinbekommen, aber jetzt wird es einfach nicht mehr besser. Wenn der Kleine jetzt zur Welt kommt, wird das mit Sicherheit noch schlimmer, da sie auf Kleinkinder und Babygeschrei eher mit Angst als mit Neugier reagiert.

zu Odina (geb. April 2015), EKH, schwarz:

Odina ist unser Sorgenkind. Odina ist eine fantastische Katze, die aber eine Zeit braucht, um Vertrauen zu fassen. Sie ist nicht scheu, aber andere Leute sind ihr dann eher egal. Hat man aber ihr Vertrauen gewonnen, zeigt sie ihr volles Potential an Liebe, die eine Katze zu Ihrem Menschen nur haben kann. Sie hatte vor ein paar Jahren einen Kreuzbandriss hinten links, der operiert wurde. Eine Arthrose hat sich hieraus nicht entwickelt. Man kann sie hochnehmen und auch sonst lässt sie sich überall streicheln und ist die fröhlichste Katze, die ich jemals in meinem Leben kennengelernt habe. Der Schwanz ist stets oben und neugierig ist sie auch. Auch wenn es um Medikamentengabe oder Tierarztbesuche geht. Nichts nimmt sie einem übel.

Leider hat Odina am 10. August einen epileptischen Anfall erlitten, bei dem Urin gelassen sowie viel gespeichelt wurde. Wir dachten erst, dass sie an etwas geknabbert hat, woran sie nicht knabbern sollte. Nichtsdestotrotz sind wir natürlich zum Tierarzt gefahren, wo ein großes Blutbild gemacht wurde. Dieser war ohne Befund und damit völlig in Ordnung. Eine ganze Zeit ist nichts passiert und unser Verdacht bestärkte sich, dass sie eher was falsches angeknabbert hatte. Am 4. Oktober hat sich der Vorfall wiederholt. Was für mich ein einziger Alptraum ist. Ich kann damit nicht umgehen, bin komplett überfordert damit. Wenn jetzt noch ein Baby hier schreit, dann bedeutet dass viel Lärm und Stress für Odina. Und wir wissen denke ich alle, dass Stress in keiner Form gut ist, schon gar nicht bei zu Anfällen neigenden Katzen. Medikamentös wurde sie bisher noch nicht eingestellt.

Mein Partner ist Soldat und unter der Woche in Hessen stationiert. Das heißt, dass ich mich mit einem Neugeborenen alleine um zwei Katzen kümmern müsste. Eine davon hat Stress ohne Ende und die andere ist offensichtlich krank. Ich habe keine Familie in der Nähe, die mich unterstützen kann. Ich kann meinen beiden Mädels nicht mehr gerecht werden und ich wäre ehrlich gesagt auch komplett damit überfordert. Wir haben so viele gefragt, ob sie bereit wären, die beiden aufzunehmen. Wir wurden von jeder Stelle abgewiesen, keiner kann meine beiden Katzen aufnehmen.

Für mich ist das eine verzweifelte Situation, weil ich die beiden so sehr liebe. Ich habe Mira seit neun Jahren und Odina seit sechs Jahren, habe viel mit Ihnen erlebt. Daher möchte ich einfach, dass meine beiden gut aufgehoben sind. Und so schwer es fällt sich das einzugestehen, bei mir sind sie das nicht mehr.

Zu der Beziehung der beiden zueinander: Sie sind keine besten Freunde. Sie akzeptieren sich und es gibt mal gute und mal schlechtere Tage. Gegenseitiges Putzen ist noch nie vorgekommen und zusammen spielen eher selten. Wenn beide fangen spielen, dann endet das eher nachher in Gefauche. Das liegt aber eher an Mira. Da ist sie schon recht eigen. Odina ist da glaube ich eher die sozialere Katze. Sollten die beiden also voneinander getrennt werden müssen, dann macht ihnen das wahrscheinlich eher weniger etwas aus. Fehlt allerdings eine, wird nach der anderen gesucht. Beide fressen nur Nassfutter, da Mira zu einer schnellen Blasenentzündung durch Trockenfutter neigt und Odina wird selbst von getreidefreiem Trockenfutter viel zu schnell zu dick.

Beide Katzen sind Wohnungskatzen und haben einen Balkon, wo sie sich im Sommer gerne sonnen und faulenzen. Besonders Odina genießt es, sich draußen auf dem Boden zu rekeln.

Bei beiden Katzen muss man allerdings extrem aufpassen, da sie alles an Pflanzen in den Mund nehmen, was sie kriegen können. Odina ist außerdem die perfekte Insektenjägerin. Als Freigängerin wäre Odina aber wirklich ungeeignet. Sie ist eher tollpatschig unterwegs und würde das nicht lange überleben. Auch bezüglich der Anfälle hätte ich da eher meine Bedenken.

Ich kann den beiden nicht mehr gerecht werden. Ich möchte, dass es ihnen gut geht. Ich möchte, dass beiden geholfen werden kann, wenn sie Hilfe brauchen.

Falls jemand helfen kann, wäre ich unendlich dankbar.

Näpfe und Zubehör, Spielzeug, Trageboxen usw. würde ich alles mitgeben.

Franziska Hasler
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