Stadt Münster informiert über die Kastrationspflicht für Katzen
Seit Januar 2025 gilt in Münster die Kastrationspflicht für Freigängerkatzen. Das heißt: Katzen mit Freigang müssen kastriert sein. Zusätzlich müssen sie gechipt und registriert werden. Ziel dieser Regelung ist es, die unkontrollierte Vermehrung von Katzen zu verhindern. So sollen Tierleid reduziert und die Tierheime entlastet werden. Mit einer Plakatkampagne macht die Stadt Münster aktuell auf dieses Thema aufmerksam.
Wir, die Tierfreunde Münster, unterstützen die Kampagne als Kooperationspartner – gemeinsam mit Tierglück Münster e.V., dem Tierschutz-Verein Münster u. Umgegend e.V., Aaseepfoten Münster e.V., der Katzenhilfe Münster e.V. und dem TSV Nestwerk Münsterland e.V.
Gemeinsames Ziel: Tierleid vermeiden
Auf den Plakaten wird erklärt, warum Kastration und Registrierung so wichtig sind. Auf der Webseite der Stadt heißt es dazu: „Das gemeinsame Ziel ist es, durch die Kastration von Katzen Tierleid zu vermeiden. Katzenhalterinnen und Katzenhalter leisten mit der Kastration ihres Tieres einen wichtigen Beitrag zum Tier- und Gesundheitsschutz in Münster. Kastrieren von Katzen schützt vor Leid und Krankheiten, fördert ein gesundes und langes Leben und entlastet Tierheime.“ Die Kennzeichnung mit einem Mikrochip und die Registrierung haben einen weiteren Vorteil: Entlaufene Katzen können schneller zu ihren Halterinnen und Haltern zurückgebracht werden.
Kampagne schafft Sichtbarkeit
„Wir begrüßen ausdrücklich die Aufklärungskampagne der Stadt Münster. Sie schafft Sichtbarkeit für dieses wichtige Anliegen und trägt dazu bei, Verantwortung bewusst zu machen“, sagt unsere erste Vorsitzende, Manuela Borgschulte. Denn auch wenn die Verordnung seit über einem Jahr gilt, läuft die Umsetzung nur schleppend. „Noch immer sind nicht alle Katzenhalterinnen und Katzenhalter ausreichend informiert oder haben die notwendigen Maßnahmen umgesetzt“, so Borgschulte. „Gemeinsam können wir dazu beitragen, das Wohl der Tiere in unserer Stadt zu verbessern.“
Kastration auch für Wohnungskatzen wichtig
Nicht nur Freigängerkatzen sollten kastriert werden. Auch für Wohnungskatzen ist eine Kastration wichtig. Unkastrierte Kätzinnen werden regelmäßig rollig. Diese Phase bedeutet großen Stress für die Tiere. Sie sind sehr unruhig, miauen laut und stehen unter starker körperlicher Belastung. Unkastrierte Kater zeigen häufig ausgeprägtes Revierverhalten. Sie markieren in der Wohnung und reagieren schneller aggressiv. Kastrierte Katzen sind in der Regel ausgeglichener und entspannter. Außerdem sinkt das Risiko für bestimmte Erkrankungen.
Auch Wohnungskatzen können entlaufen. Wenn die Katze gechipt und registriert ist, kann sie eindeutig zugeordnet und schnell nach Hause gebracht werden. Kastration, Kennzeichnung und Registrierung sind daher ein wichtiger Beitrag zum Tier- und Gesundheitsschutz für jede Katze.
