Minny ist da!

Von einem zum anderen Moment befand sich unser Meerschweinchenböckchen Blacky in einem anderen Leben: Sein Bruder, mit dem er von klein an zusammengelebt hatte, war fort. Wir mussten ihn einschläfern lassen. Kurz danach wurde Blacky kastriert und hatte mit seinen vier Jahren ziemlich an den Nachwirkungen der OP zu kämpfen. Für das Meerschweinchen war alles nur noch schrecklich. Was er nicht wusste, wir aber bereits geplant hatten: Minny, die aus schlechten Haltungsbedingungen gerettet wurden war, und nun im Tierheim der Tierfreunde Münster lebte, würde bei uns einziehen

Und dann ging plötzlich alles ganz schnell. Wir konnten Minny ein paar Tage früher holen als geplant. Was auch gut war, denn so hatte die hübsche Meerschweinchendame genügend Zeit, sich auf ein anderes Futter einzustellen. Blacky ist nämlich ein verwöhntes Schweinchen, das vor allem Gras frisst.

Die erste Zeit hatten Blacky und Minny jeweils ein Gehege für sich, durch eine Plexiglasscheibe getrennt. Zusammen durften sie nicht, da Blackys Kastrationsfrist noch nicht abgelaufen war. Und Meerschweinchenbabys wollten wir nicht riskieren. Minny machte das sehr resolut und schon am dritten Tag fiel ihr zartes Stimmchen in Blackys fordernde Stimme ein, wenn ich mit dem Eimer voll Gras die Treppe hoch kam. Hätte man Minny gefragt, wie sie ihr neues Zuhause findet, hätte sie bestimmt gesagt: „So alleine ist das blöd. Aber das Essen ist hier echt lecker.“

Blacky richtete sich gemütlich vor der Scheibe ein und falls er mal nicht dort lag, guckte Minny sehnsüchtig auf den leeren Platz. Als beide sich schon fast mit ihrem langweiligen Einzeldasein abgefunden hatten, durften sie endlich zusammen. Blacky hörte gar nicht mehr auf zu brummen und hatte recht bald eine durchtrainierte Linie vom vielen Hinterherrennen. Minny war anfangs ziemlich genervt von diesem penetranten Kerl und entdeckte eine äußerst wirksame Abwehrmaßnahme: Anpinkeln. Erschwerend kam für beide hinzu, dass sie unterschiedliche Dialekte in der Meerschweinchensprache sprachen. Blacky hatte bisher nur seinen Bruder gekannt – und diese selbstbewusste Meerschweinchendame verhielt sich ganz anders. Statt vor ihm zurückzuweichen, presste sie sich flach auf den Boden. Und anstatt beim Fressen Abstand zu halten, stand sie dicht neben ihm. Es dauerte fast eine Woche, aber dann hatten die beiden sich aufeinander eingestellt. Inzwischen ist es recht harmonisch. Minny hat gelernt, dass Blacky ein bisschen Platz um sich braucht, wie sie ihm die besten Leckerbissen direkt unter der Schnauze wegklauen kann und dass er zwar viel brummt, aber ansonsten harmlos ist. Blacky hat mächtig Respekt vor den Duschen, die sie ihm verpassen kann, und anwortet neuerdings auf Minnys Plaudern in Tönen, die wir noch nie zuvor bei ihm gehört haben.

Wir sind froh, dass nach der schweren Zeit endlich wieder Fröhlichkeit, Neugierde und Geqieke im Meerschweinchengehege herrscht. Minny wird mit jedem Tag zutraulicher uns Menschen gegenüber und fängt an, Blackys Kunststückchen, wie Männchen machen für Erbsenflocken, nachzuahmen. Wir sind froh, dass sie jetzt da ist!

Nicole Hein, Februar 2022


Casper und Blues grüßen aus ihrem neuen Schwarm

Wir sind es, Casper und Blues. Heute ist unser Tag gekommen und wir wurden in den Schwarm zu unseren neuen Kumpels gelassen. Es ist so toll hier und Mutti sagt: „Endlich ist es wieder laut und lebendig in der Bude und die gefiederte Flugstaffel komplett und aufgerüstet.“ Und bunte Farben bringen wir zusätzlich noch in den Vogelbaum. Anfangs war uns die Fluglinie noch unbekannt und wir wusste nicht, wo wir uns niederlassen können, aber unsere Mitbewohner haben nach uns gerufen und dann haben auch wir die Landebahn gefunden.

Spiel und Spaß kommt hier definitiv nicht zu kurz und die Liebeleien zwischen uns beiden lassen wir zwischendurch auch einmal etwas ruhen, weil es doch super abwechslungsreich ist, auch voneinander losgelöst mit den anderen Federtieren die Welt zu entdecken. Und wir alle haben uns so viel zu erzählen, da kommt unsere neue Mutti kaum noch zu Wort.

Wir sind Euch richtig dankbar, dass wir so eine gute Inobhutnahme bei Euch, den Tierfreunde(n) Münster Tierschutzverein e.V., erfahren haben und uns durch jedem sein Schicksal kennen-, und liebengelernt haben. Dass wir dann auch zusammen unser neues Zuhause beziehen durften, ist das größte Geschenk, was ihr uns machen konntet. Wir lassen bestimmt in den nächsten Monaten noch einmal von uns hören. Unsere Vogelmutti sendet Euch hier ein paar Fotos mit.

Einen dicken Flügelschlag und tierische Grüße von Casper und Blues mit Vandalia, Timon und Schiller und unserer Vogelmutti "Kim" aus Burgsteinfurt.


Als wären sie schon immer hier

Vor vierzehn Tagen habe ich unsere drei neuen Federbälle bei Ihnen abgeholt - und im Anschluss daran eine völlig unspektakuläre Vergesellschaftung erlebt. Sofort haben sie kapiert, wo es Futter gibt und dass die ganze Truppe üblicherweise bei Anbruch der Dunkelheit den Innenteil der Voliere aufsucht. Es gab kein einziges Mal Gekreische oder Gehacke, auch nicht beim Verteilen der Schlafplätze. Es ist so, als wären die drei schon immer hier.

Sobald es nun morgens hell wird, ist die ganze Mannschaft draußen in der Sonne am Start. Pigeon macht ihre Mauser noch immer ein wenig zu schaffen, sie ist verhaltenstechnisch daher wohl noch nicht zur Hochform aufgelaufen. Aber mit jedem neu geöffneten Federkiel geht es ihr ein bisschen besser. Toulouse erzählt gern mal einen Schwank aus seiner Jugend und hat insbesondere in Samson und Blue dankbare Zuhörer gefunden. Berlioz kennt die Geschichten ja alle bereits und unterhält sich in der Zwischenzeit daher lieber mit unserem Röderich.

Und auch uns federlosen Zweibeinern gegenüber zeigen sich die drei recht aufgeschlossen. Keine Spur von Panik, wenn man die Voliere betritt, das macht es für uns im Handling auch sehr angenehm. Sobald Pigeon wieder ganz fit ist, beginne ich mit ein wenig Clickertraining, damit die Süßen im Notfall dann auch wirklich mal halbwegs stressfrei gefangen und angefasst werden können.

Ihnen und dem Tierheim-Team nochmal vielen Dank für die erneute Bereicherung unseres Mini-Schwarms!

Hanne Bens mit Pigeon, Toulouse, Berlioz, Schröder, Röderich, Blue, Sky & Samson (neuerdings fest liiert) :) / März 2022


Maja fühlt sich richtig wohl

Kaum ist Maja, damals noch als Carlisi, aus dem Tierheim ausgezogen, hat sie sich direkt richtig wohl gefühlt in ihrem neuen Zuhause. Das ist auf den ersten Fotos, die ihre neue Familie uns geschickt hat, nicht zu übersehen. Den gemütlichsten Platz auf dem Sofa scheint sie schon gefunden zu haben. Wir wünschen Maja und ihren neuen Menschen alles Gute!


Happy End für Sophie und Berry

Nach fast 1,5 Jahren bei uns im Tierheim haben Sophie (weiß) und Berry (dreifarbig) vor Kurzem endlich ein neues Zuhause gefunden! Sie durften ein großes Außengehege bei einer sehr kaninchenerfahrenen Halterin beziehen. Dort sind sie bestens versorgt und lassen sich bereits nach Strich und Faden verwöhnen. Auch die Vergesellschaftung mit den bereits vorhandenen Kaninchen verlief vollkommen problemlos.

Trotz Sophies Handicaps (keine Schneidezähne, Hüftdeformation und schief verwachsener Hinterlauf) ist Sophie die Chefin der Gruppe, die von allen respektiert wird. Natürlich freuen wir uns für alle unsere Schützlinge, wenn sie ein eigenes Zuhause finden – bei Sophie und Berry war der Abschied besonders emotional, denn unsere Sophie ist aufgrund ihrer Handicaps nicht leicht zu vermitteln gewesen.

Wir berichteten damals über ihre Geschichte: Sophie kam mit diversen schlecht verheilten Knochenbrüchen, bis in den Kiefer zersplitterten Schneidezähnen und inneren Verletzungen zu uns. Über eine Spendenaktion konnten wir die hohen Kosten für Sophies aufwendige Diagnostik und mehrere OPs finanzieren.

An dieser Stelle möchten wir nochmal DANKE sagen an alle Spender und Spenderinnen, die uns dabei unterstützt haben, Sophie zu helfen! Es hat sich mehr als gelohnt und Sophie darf nun mit ihrem Berry ein glückliches Leben in ihrem eigenen Zuhause führen.